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Conberichte

Ring*Con 8 (2009)

Autor: Laren

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?
*** Ring*Con - 2-4. Oktober 2009 - Maritim Bonn ***

Der Weltraum, unendliche Weite…
Stopp… Stopp… Stopp…
Das ist der falsche Film.
Nochmal von vorne.
Also…

Es war einmal, vor nicht all zu langer Zeit,  eine Convention, die sich Ring* Con nannte.

Und wo fand sie statt? Genau! In Bonn. Ein altbekannter Ort, für die, die regelmässig zur Fed*Con fahren. Aber diesmal ging es nicht um die Sciene Fiction, sondern um Fantasy.

Schon in aller Frühe fuhr ich am Donnerstag mit Radar los. Wir waren früh dran. Wir beschlossen, wie schon vorher besprochen, dass wir an einem grossen Haribo Fabrikwarenverkauf in Bonn, einen Zwischenhalt machen.  Natürlich kamen wir nicht  mit leeren Händen heraus, die Auswahl war so grenzenlos und „nein sagen“ - das brachten wir nicht übers Herz. Wir waren uns bewusst, dass sich die Schweiz bei unserer Rückkehr gegen eine Gummibärchen Invasion wappnen musste.

Nachdem ich mich in GSI eingecheckt hatte, ging es bald rüber ins Maritim. Ich verbrachte dort die Zeit bis zum frühen Abend. Die Stunden vergingen wie im Flug während ich mich mit den verschiedensten Leuten unterhielt.

Da war zum Beispiel um etwa 16 Uhr ein Treffen mit den „Trewanern“. Tom hatte im Forum angekündigt eine *Tee-Times* zu veranstalten. Einige hatten diese Einladung gelesen und waren dieser gefolgt. Bei Tee und Keksen schien es, als würden die Zeiger der Uhr noch schneller laufen als sonst.

Ich blieb solange da, bis ich von einer Bekannten aus Österreich aufgelesen wurde. Gemeinsam holten wir dann unseren Con-Bändeln und Eintrittskarten. Den Abend ließen wir gemütlich beim „Kroaten“ - einem kleinen aber feinen Lokal in der Fußgängerzone Bonns - ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es für mich früh, aber dennoch gemütlich los. Nachdem Frühstück checkte ich bei GSI aus und gleich wieder – diesmal allerdings im Maritim - wieder ein. *g* Ich packte meine Sachen nur soweit als notwendig aus. Viel interessanter war es, gleich alles zu erkunden. Schnell bemerkte ich, dass ich nicht befürchten musste,  schnell pleite zu werden, so wie auf der Fed*Con. Es gab bei dieser Con nur wenige Autogramme für mich zu holen. Fotosessions würde ich auch nur zwei machen.

An dem Wochenende blieb im Händlerraum bei mir nur Geld für ein einziges Bild liegen. Leider war das, was ich wollte, ausverkauft. Nur einen letzten konnte ich noch eine für eine Kollegin ergattern. Nämlich den Zauberstab von Severus Snape, aus Harry Potter.

Werde ich halt mein Glück nächstes Jahr wieder versuchen. Es ist nicht alle Tage Abend, oder? *g*

Im Lauf des Morgens/Mittags  bestätigte sich dann offiziell, dass Tom Felton abgesagt hatte. Natürlich war ich verärgert. Mein Ärger galt aber nicht den Veranstaltern, sondern dem Schauspieler. Ich konnte mir ein ironisches Lächeln nicht verkneifen. Wieso und warum der Schauspiel abgesagt hatte, war mir in diesen Augenblick nicht klar. In der Gerüchteküche wurde umso heftiger gekocht. Fakt war – Tom Felton war nicht da, mehr gibt es da auch nicht zu sagen und ich glaube es ist auch das Wichtigste, was ihr wissen solltet.

Wenn euch genauere Details interessieren – seit 8.10.2009 -  kann man auf der Ring*Con Homepage (www.ringcon.de), ein offizielles Statement von Dirk lesen. Dort stehen die genaueren Umstände wegen der Absage.

Jetzt aber wieder zurück zum Bericht.

An diesem Freitag-Nachmittag schaffte ich es nur zu einem einzigen Vortrag. Wohlgemerkt war das auch insgesamt der einzige, den ich das ganze Wochenende geschafft habe zu besuchen. Man nennt das den Con-Stress. *g* Die anderen Vorträge – auch wenn ich es mir sehr gerne angesehen, bzw. angehört hätte (vorbildlicherweise hatte ich sie mir ja sogar herausgeschrieben)- sind mir irgendwie entgangen oder die Zeit war mir regelrecht davon gerannt.

Der Vortrag, den ich gehört habe, behandelte vor allem die Parallelen zwischen Harry Potter und Twilight. Es war wirklich interessant zuzuhören.

Bis zur Eröffnung Zeremonie ging die Zeit schnell vorbei. Ich besuchte noch eine Fotosession und machte ein Foto mit Daniel Cudmore. Zwar hatte ich das eigentlich nicht eingeplant, aber da Tom Felton nicht da war, hab ich mich entschieden, mich mit diesem Schauspieler ablichten zu lassen. Ist ja auch sehr schön geworden, diese Aufnahme.

Die Eröffnungszeremonie schien irgendwie an mir vorüberzulaufen. Ich weiss nicht, ob es eine Einbildung war, aber es herrschte ein merkwürdige Stimmung im Saal. Nicht wie sonst, wo schon zu Beginn Jubel, Trubel, Heiterkeit herrschte. Außerdem fiel auf, dass sehr viele Plätze in den Zuschauerreihen leer geblieben waren. Aber egal – besonderes gibt es zu dieser Eröffnung nicht mehr zu erzählen. Wer so ein Convention schon einmal besucht hat, weiss wie es in etwa abläuft. Dennoch möchte ich euch die diesjährige Gästeliste nicht vorenthalten. Die anwesenden Stars wurden mit viel Beifall von dem Besucher begrüsst. Einmal mehr brandete der Applaus insbesondere auf, als die Leute von `Herr der Ringe` auf die Bühne kamen.

Folgende Schauspieler waren an diesem Wochenende da: Daniel Cudmore (Felix, Volturi - Twilight), Edi Gathegi (Laurent - Twilight), Christian Serratos (Angela Weber - Twillight), Kyle Schmid (Henry Fitzroy - Blood Ties), Bruce Hopkins (Gamling - LotR), Craig Parker (Haldir – LotR), Mark Ferguson (Gil-Galad - LotR), Lori Dungey (Mrs. Bracegirdle - LotR), Jarl Benzon (Glorfindel – LotR) und Angelica Mandy (Gabrielle Delacour – HP).

Hier muss ich noch etwas anmerken, Angelica kam als kurzfristiger Ersatz und auch Josh Herdman (Gregory Goyle - HP), wäre gekommen, wenn er nicht erkrankt wäre. Von vornherein war klar und vereinbart, dass Matthew Lewis (Neville Longbottom - HP) nur am Sonntag kommen würde. Wieso und warum, das steht in den Sternen. *g*

Leider war die Absage von Tom Felton keine Einzelerscheinung. Noch zwei weitere Darsteller,  nämlich: Alex Meraz (Paul – Twilight) und Dylan Neal (Mike Celluci - Blood Ties), mussten ihre Teilnahme kurzfristig wegen Dreharbeiten absagen. Schade! Aber – was will oder soll man dazu noch hinzufügen?

Auch in diesem Jahr wieder eine große Zahl von Vortragenden, die die ein bisschen kurze Liste der Schauspieler auffüllte. Ein Highlight für viele Besucher war in diesem Jahr die Ring*Con Premiere von `Born of Hope`. Ich muss gestehen, ich habe sie nicht gesehen, hörte jedoch viele positive Stimmen zu diesem Film, der auch deutsche Untertitel trägt. Ab 1. Dezember kann man den Film dann im Internet downloaden – dann werde ich es bestimmt nachholen, ihn mir anzusehen. Wie gesagt, ich habe von dem Fanfilm nur Gutes gehört, und hoffe, dass ich dann die Gelegenheit finde, mir `Born of Hope` dann anzuschauen.

Den Rest des Abends verbrachte ich dann mit zwei Freunden aus einem Autorenforum. Zwischen „Kaffeewürfeln“ und Campari-Orange quatschten wir über dieses und jenes und ich landete an diesem Abend – nein falsch, am nächsten Morgen erst nach 2 Uhr früh im Bett. Es war toll gewesen, wir hatten viel zu reden und zu lachen. Habe es sehr genossen. Danke an euch Beide, Reni und Rocky. *knuff*  ihr habt mir sozusagen den Freitag echt noch gerettet.

Der Samstag begann mit einem gemütlichen Frühstücksbuffet im Maritim und der Morgen war schnell herumgebracht. Mit meinem Fotoapparat bewaffnet schlenderte ich durch das Con- Gelände. Ich schoss unterwegs einige Fotos und unterhielt mich mit ein paar Bekannten. Die Zeit verging schnell und die Autogrammstunde rückte näher. Alles war prima organisiert und alles lief „zackig“ ab. Die meisten Schauspieler waren freundlich und plauderten auch ein paar Worte mit den Fans.

Die Zeit bis zum Abendessen verstrich dann rasch, weil es hier und da noch etwas zu sehen gab, man Bekannte zum Reden fand und, und, und…. Als Abendprogrammpunkt ging es nun zu „Mainbridge“. Dem Pilotfilm zu einer neuen Vampirserie. Der Film wurde in Englisch gesendet. Auf Deutsch heißt der Titel der Serie glaube ich „Das Tagebuch eines Vampir“. Trotz einer bissel fehlenden Englischvokabel fand ich den Film gut - auch wenn ich nicht alles verstanden habe. Sobald es den Film auf Deutsch anzusehen gibt, wird ich ihn mir noch mal zu Gemüte führen.

Einen weiteren Fixpunkt der Con stellte der jährliche Kostümwettbewerb dar. In diesem Jahr hatte man diesen Event ein bisschen umgetauft und nannte es „Talentshow“. Sehr passend, wenn ihr mich fragt. Es war von jedem Genre was zu sehen, sogar eine „Mary Poppins“ war da. Natürlich kann man das Gesehene und vor allem Gehörte jetzt nicht so gut beschreiben. Das muss man einfach gesehen haben. Eine Möglichkeit, ein bisschen hineinzuschnuppern bekommt ihr, wenn ihr die Bilder dazu (wie auch von der restlichen Con) auf meiner Homepage: www.igiworld.ch anschaut.

Ein bisschen frische Luft, ein Abendspaziergang, eine Pina Colada in ruhiger Gesellschaft. Dann konnte man mich einmal anders erleben. Denn so nach 23 Uhr, ging es dann nach unten, und ich verweilte eine Weile bei der „Party“ - ein ebenfalls immer wiederkehrendes Highlight auf der Con. Zuletzt landete ich sogar für über eine Stunde auf die Tanzfläche. Die Musik war toll, wie auch die Stimmung. Es wurde ziemlich spät - wieder einmal - bis ich ins Bett kam.

Und schon war es wieder so weit. Der letzte Con-Tag brach an. Der Sonntag begann für mich gleich mit einer Fotosession mit Matthew Lewis, der ja bei der ganzen Con nur für Sonntag angemeldet war. Anschliessend gab er noch Autogramme. Ich hätte mir da gerne noch eines geholt, aber musste feststellen, dass meine Geldbörse schlussendlich eine andere Sprache sprach. Naja, es war ja nicht wirklich schlimm. Ich hatte mir vor ihm schon vor einigen Jahren in England eins geholt.

Bis zum ersten Panel mit Matthew Lewis packte ich meinen Koffer, saß mit einigen Leuten im Cafe, und unterhielt mich. Nicht zu vergessen – natürlich war ich auch wieder beim Frühstück (das man sich im Maritim wirklich nicht entgehen lassen sollte.) Matthes Lewis erzählte in dem Panel über seine Arbeit, seine Lieblingsfiguren oder Lieblingsfilme um die Harry Potter Welt.

Bei den darauffolgenden Twilight-Panels von Edi, Christian und Daniel ging es um alles Mögliches. Es war eher ein Panel das mich weniger interessierte. Daher machte ich mir nicht wirklich Mühe,  etwas zu verstehen. *g*

Viel attraktiver und lustiger fand ich das Panel von Mark und Craig. Die beiden hatten viel Spaß auf der Bühne und können das auch den Zuschauern vermitteln. Und wo Mark und Craig sind, kann Lori nicht weit sein. Besondere Unterstützung bekam das Trio dann noch von den zwei Synchronsprechern von Bella und Jakob/Ron. Auf der Bühne ging es richtig ab. Verschiedenen Sketches und ein Ballet der anderen Art brachten die Zuschauer zum Lachen. Es war voll witzig anzusehen. Sogar Kyle wurde in das „Stück“ integriert. Dieses Panel fand ich wirklich gut. Ein passender Abschluss für die diesjährige Ring*Con.

Irgendwie ganz plötzlich waren wir dann inmitten der Abschluss Zeremonie. Da musste ich doch nicht schlecht staunen und dachte, wie schnell wieder ein Con vorbei gegangen ist. Viel zu schnell wenn ihr mich fragt. Bevor Mark B. Lee die letzten Minuten „einläutete“ wurden noch Gewinner aus einer Tombola und den stattgefundenen Wettbewerben bekannt gegeben. Noch einmal konnte man über die großartigen Videos aus dem Videocontest lachen.

Eines kann ich hier sagen, die Stimmung war um Einiges besser als am Freitag. Natürlich, die Con war zu Ende, aber dennoch merkte ich den Unterschied. Ich denke die meisten Besucher haben einfach so gut es ging, das Beste aus den vielleicht manchmal unglücklichen Situationen - die durch Absagen entstanden waren - gemacht. Es ist ihnen gelungen, trotz allem Spaß zu haben und auch dieses Wochenende wieder zu einem unvergesslichen zu machen.

Für mich persönlich kann ich resümieren, dass die Con gut war. Auch mit dem kleinen Schatten, den die Absage von Tom Felton darauf geworfen hat. Auch ich war eine von jenen, die das Beste daraus gemacht hat und es ist mir auch gelungen. Es war schön, Zeit mit Freunden zu verbringen, zu plaudern und zu lachen. Und einfach den einen oder anderen Programmpunkt zu besuchen. Wer weiß, wenn Gästeliste und Geldbörse es zulassen …. ?  Vielleicht gibt es nächstes Jahr wieder eine Ring*Con?

Wie sagt man so schön: Nach der Con, ist vor der Con.

Nun habe ich euch ein wenig in ein Wochenende voller Fantasie entführt und wenn ihr meinen Bericht lest und vielleicht auch noch die Bilder dazu anseht, könnt ihr euch bestimmt die eine oder andere Situation gut vorstellen. Ich hoffe, ihr habt daran ebenso viel Spaß – wie ich es an dem Wochenende in Bonn hatte.

Eure Igi

 
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